Städtebaulicher und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb Alanbrooke Kaserne in Paderborn

Auslober:
Auslober ist die Stadt Paderborn.

Wettbewerbsbetreuung:
Drees & Huesmann Planer

Der Auslobung liegen die "Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2013" zugrunde. Sie sind Bestandteil der Auslobung. Die Auslobung wurde von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen unter der Nummer W 7/15 registriert.

Wettbewerbsaufgabe

Wettbewerbsaufgabe

Der bevorstehende Abzug britischer Streitkräfte stellt die Stadt Paderborn vor große Herausforderungen. Das knapp 18 ha große Alanbrooke Kasernengelände wird von den Briten als erster von fünf Kasernenstandorten noch 2016 freigezogen und ist aufgrund der innerstädtischen Lage für eine qualitätvolle Entwicklung prädestiniert. Die Signalwirkung, die diese Entwicklung für den weiteren Konversionsprozess haben wird, ist bedeutend und hat damit Vorbildfunktion für den Umgang mit der historischen denkmalgeschützten Bausubstanz und für die gesamte zukünftige Stadtentwicklung Paderborns.

Die Entwicklungsperspektiven für die Stadt Paderborn gehen von einem Zuwachs der Einwohnerzahlen und einem Bedarf an ca. 750 bis 900 neuen Wohneinheiten pro Jahr bis 2020 aus. Während die Anzahl der Studierenden mit aktuell und zukünftig gut 20.000 bereits ein hohes Niveau erreicht hat, wird für die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit weiteren Steigerungen gerechnet. Paderborn besitzt eine hohe Arbeitsmarktzentralität in der Region mit einem hohen Einpendlerüberschuss.

 

Die Bebauungsstruktur ist im nördlichen Bereich (ca. 7 ha) durch die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, die sich um den Kasernenhof gruppieren, großteils vorgegeben und bedarf einzelner Ergänzungen in Abhängigkeit der Erschließungs­ und Freiflächenstruktur.

Die zentrale Freifläche im Norden, der ehemalige Exerzierplatz, soll als öffentliche Freifläche qualifiziert und als Baustein eines Gerüstes an qualitätvollen Freiflächen auf der Kaserne und des Umfeldes erhalten werden.

Für den südlichen Teilbereich (ca. 11 ha) dagegen wird ein umfassendes Neuordnungs­ und Nutzungskonzept zu erarbeiten sein, das attraktive Wohnungsangebote und mögliche Perspektiven für die Entwicklung von Gewerbe und Dienstleistung aufzeigt.

Erschließungsvarianten wurden bereits erarbeitet und abgewogen und fließen in die konkrete Aufgabenbeschreibung (Teil B) mit ein. Neben der verkehrlichen Anbindung wird die Durchquerung des bisherigen nicht zugänglichen Bereiches für Fußgänger und Radfahrer und die Vernetzung mit Naherholungsgebieten in der Umgebung unter Einbeziehung des bisherigen Exerzierplatzes wichtiger Bestandteil des Planungskonzeptes sein.

 

Termine

04.08.2016 -   
22.08.2016   Bewerbungsfrist  
24.08.2016   Losziehung                       
08.09.2016   Versand der Unterlagen   
21.09.2016   Kolloquium           
17.11.2016   Abgabe Planunterlagen   
28.11.2016   Abgabe Modell 
14.12.2016   Preisgericht           
16.12.2016   Ausstellung im Historischen Rathaus (bis 6.1.2017

Wettbewerbsteilnahme / Wettbewerbsverfahren

Realisierungswettbewerb als nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren.

Teilnahmeberechtigt sind Arbeitsgemeinschaften aus Stadtplanern/Architekten auf der einen Seite und Landschaftsarchitekten auf der anderen Seite.

Von der Ausloberin wurde eine Teilnehmerzahl von 20 angestrebt, davon wurden 6 Büros gesetzt und 14 Teilnehmer/innen durch ein anonymes Losverfahren ausgewählt. Abgegeben wurden 16 Arbeiten.