Wettbewerbsaufgabe

Aufgrund der historischen Bedeutung des Stalag 326 (VI K) Senne als eines der größten Kriegsge-fangenenlager im Zweiten Weltkrieg im Deutschen Reich soll die derzeitige Gedenkstätte zu einer Gedenkstätte mit überregionaler und internatio-naler Bedeutung ausgebaut werden.

Insbesondere die Gruppe der sowjetischen Kriegs-gefangenen, die mit über 5 Millionen in deutsche Gefangenschaft geratenen und mit bis zu 3 Milli-onen ermordeten Opfern die zweitgrößte Opfer-gruppe des Zweiten Weltkriegs darstellt, soll hier einen angemessenen Erinnerungsort erhalten und aus dem „Erinnerungsschatten“ (Joachim Gauck in seiner Rede am 6.5.2015 in Schloß Holte-Stuken-brock) geholt werden. Da das Stalag 326 als Durch-gangs- und Verteilungslager für den gesamten Wehrkreis VI (der dem heutigen NRW entspricht) diente und die Kriegsgefangenen in die Industrie (v.a. im Bergbau und der Schwer- und Stahlindus-trie), die Landwirtschaft sowie in andere Firmen und kleinere Betriebe verteilte, in denen sie Zwangsar-beit verrichten mussten, soll die Gedenkstätte dieser geografischen und sozialen Ausdehnung des Lagers Rechnung tragen.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, soll die Gedenkstätte Stalag 326 als eine besonders digitale Gedenkstätte geplant werden, die nicht nur online und App-basiert digitale Vermittlungsformen nutzt, sondern auch vor Ort in der Gedenkstätte klas-sische, analoge Vermittlungsansätze mit innova-tiven, digitalen Formaten und Methoden verbinden soll. Damit dies möglich ist, muss diese hybride Art der Vermittlung bereits bei der Architektur, Land-schaftsarchitektur und Szenografie im Wettbewerb Berücksichtigung finden.

Die zukünftige Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne soll in einem neu zu planenden Eingangsgebäude, in den historischen Bestandsgebäuden sowie in den Freianlagen Ausstellungen zu den drei histo-rischen Zeitschichten des Kriegsgefangenenlagers (1941-1945), des zeitlich sich anschließenden bri-tischen Internierungslagers „Civil Internment Camp No. 7“ (1946-1947) sowie des Sozialwerks Stuken-brock (1947-1970) als Flüchtlings- und Auffanglager präsentieren.

Die Wettbewerbsaufgabe umfasst folgende Bereiche:

  • Neubau eines Eingangsgebäudes mit Kasse,
    kleiner Ausstellungsfläche, Multifunktions-bereich, Verwaltung sowie Technik- und Lagerflächen (ca. 1.400 m² Netto-Raumfläche),
  • Denkmalgerechte Sanierung der drei Originalba-racken aus den Jahren 1941/42 (Entlausungsba-racke und Arrestbaracke) und 1956 (Sozialwerks-baracke),
  • Gestaltung der Freianlagen (ca. 7,6 ha Wettbe-werbsgrundstück),
  • Ausstellungskonzeption für den Neubau (Prolog), die drei Bestandsbaracken und die Freianlagen

Ziel des Wettbewerbs und anschließenden VgV-Verfahrens ist es, ein geeignetes Auftragnehmer-team (Architektur, Landschaftsarchitektur und Szenografie) mit den Planungsleistungen zur Reali-sierung eines Konzeptes zu beauftragen, welches den genannten, unterschiedlichen Anforderungen in gleicher Weise gerecht wird mit dem Ziel der Um-setzung und Inbetriebnahme der gesamten Ge-denkstätte zum Jahreswechsel 2032/2033.

Die Auslobung hat der Architektenkammer Nord-rhein-Westfalen vorgelegen; diese hat die Überein-stimmung mit der Richtlinie bestätigt und den Wett-bewerb unter der Reg.-Nr. W 01/26 registriert.

Terminschiene

Wettbewerbsverfahren im Zeitraum
Februar bis Juli 2026

    09.02. - 10.03.2026Bewerbungsfrist
    12.03.2026Losziehung
    KW 13Versand der Unterlagen
    08.04.2026Rückfragenfrist
    16.04.2026Kolloquium
    10.06.2026Abgabe Planunterlagen
    15.07.2026Preisgericht
    24.07.2026Ausstellungseröffnung

Zulassungsvoraussetzungen

Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Bewerbergemeinschaften aus:

    ArchitektIn bzw. InnenarchitektIn mit uneingeschränkter Bauvorlageberechtigung (gem. § 67 BauO NRW), LandschaftsarchitektIn und SzenografIn

Im vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb ist es ausreichend, wenn sich zunächst ausschließlich die/der ArchitektIn bzw. InnenarchitektIn mit uneingeschränkter Bauvorlageberechtigung bewirbt und ihre/seine Teilnahmeberechtigung nachweist.

Nach der Losziehung muss die/der ArchitektIn bzw. InnenarchitektIn mit uneingeschränkter Bauvorlage-berechtigung die/den LandschaftsarchitektIn und die/den SzenografIn für die Bewerbergemeinschaft be-nennen. Die Teilnahmeberechtigung der/des LandschaftsarchitektIn und der/des SzenografIn ist mit der nachträglichen Benennung nachzuweisen durch

  • Nachweis über die Berechtigung zum Führen der Berufsbezeichnung „LandschaftsarchitektIn“
  • Nachweis (Referenzliste) der Tätigkeit im Bereich Szenografie

Download: Auslobung Teil A

Auslobung – Teil A (8 MB)

Anmeldung zum Wettbewerb

    1. BewerberIn / VerfasserIn

    Anrede

    Akademischer Titel

    Fachrichtung


    Name

    Büro


    Adresse


    Telefon

    Mobil


    E-Mail


    Zugehörigkeit
    Architektenkammer

    Datum der Eintragung

    Um die Bewerbung im nachfolgenden Schritt abschließen zu können, halten Sie bitte folgende Unterlage(n) für den Datei-Upload bereit:
    Nachweis zur Zugehörigkeit zu einer Architektenkammer (PDF)


    Teilnahmebedingungen

    Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die am Tage der Auslobung:

    • zur Führung der Berufsbezeichnung ArchitektIn/InnenarchitektIn mit uneingeschränkter Bauvorlageberechtigung (gem. § 67 BauO NRW) bzw. LandschaftsarchitektIn berechtigt und Mitglied einer Architektenkammer in Deutschland sind;
    • die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung ArchitektIn/LandschaftsarchitektIn nach § 2 BauKaG NW (auswärtige/r ArchitektIn/LandschaftsarchitektIn) und Geschäftssitz / Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat des GPA-Beschaffungsübereinkommens haben oder
    • zur Führung der Berufsbezeichnung ArchitektIn/LandschaftsarchitektIn nach dem Recht des jeweiligen Heimatstaates berechtigt und im Zulassungsbereich ansässig sind;
      ist die Berufsbezeichnung dort gesetzlich nicht geregelt, bestimmen sich die fachlichen Anforderungen nach der einschlägigen EU-Richtlinie.

    Teilnahmeberechtigt sind außerdem AusstellungsgestalterInnen und SzenografInnen. Sie müssen bei der Benennung nach der Losziehung anhand einer formlosen Referenzliste einen Nachweis der Tätigkeit im Bereich der Szenografie führen.

    Teilnahmeberechtigt sind juristische Personen, die am Tage der Auslobung:

    • ihren Geschäftssitz im Zulassungsbereich haben und
    • einen satzungsgemäßen Geschäftszweck haben, zu dem der Wettbewerbsaufgabe entsprechende Planungsleistungen gehören und
    • eine/n bevollmächtigte/n VertreterIn der Gesellschaft und eine/n VerfasserIn der Wettbewerbsarbeit haben, die die fachlichen Anforderungen, die an natürliche Personen gestellt sind, erfüllen.

    Wer am Tage der Auslobung bei einer/einem TeilnehmerIn angestellt ist oder in anderer Form als MitarbeiterIn an deren/dessen Wettbewerbsarbeit teilnimmt, ist von der eigenen Teilnahme ausgeschlossen. Bei Bewerbergemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein; dies gilt auch bei der Beteiligung freier MitarbeiterInnen. Mitglieder von Bewerbergemeinschaften sowie MitarbeiterInnen, die an der Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur Folge.

    Ich/Wir bewerbe/n
    mich/uns ...


    2. BewerberIn / VerfasserIn

    Anrede

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    Fachrichtung


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    Zugehörigkeit
    Architektenkammer

    Datum der Eintragung

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    3. BewerberIn / VerfasserIn

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    Zugehörigkeit
    Architektenkammer

    Datum der Eintragung

    Um die Bewerbung im nachfolgenden Schritt abschließen zu können, halten Sie bitte folgende Unterlage(n) für den Datei-Upload bereit:
    Nachweis zur Zugehörigkeit zu einer Architektenkammer (PDF)


    Datenschutz

    Verantwortlich für die Datenerhebung ist die Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB. Zweck der Verarbeitung Ihrer Daten ist die Bewerbung zur Teilnahme am o.g. Verfahren. Sollte Ihre Bewerbung erfolgreich gewesen sein, werden Ihre Daten (Name, Funktion und Ort) auf dieser Website veröffentlicht. Zur Durchführung des o.g. Verfahrens werden Ihre Daten an den Auslober und an öffentliche Stellen, sofern erforderlich, weitergegeben. Weitere detaillierte allgemeine Datenschutzinformationen erhalten Sie unter dhp-sennestadt.de/datenschutz.