Ende der Bewerbungsfrist 19.03.2020

 

> Auslobung Teil A – Städtebaulicher Entwurf „Entwicklung eines Wohnquartiers am historischen Ortskern in Levern“ - Gemeinde Stemwede (PDF)
 

Städtebaulicher Entwurf
Entwicklung eines Wohnquartiers am historischen Ortskern in Levern – Gemeinde Stemwede

Die Ausloberin
Ausloberin ist die Gemeinde Stemwede, vertreten durch den Bürgermeister Kai Abruszat.

Das Wettbewerbsmanagement
erfolgt durch das Büro
Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB
Vennhofallee 97, 33689 Bielefeld,
Telefon (05205) 7298-18 / Telefax (05205) 7298-22
maria.chudzian@dhp-sennestadt.de

Anlass und Ziel des Wettbewerbs
Die Gemeinde Stemwede beabsichtigt eine städtische Fläche am Rande des historischen Ortskerns in Levern entlang der Leverner Straße (L 766) zu einem qualitativ hochwertigen Wohnquartier mit verschiedenen Wohnformen und einer eigenen Identität zu entwickeln.
Das ca. 2,6 ha große Gebiet befindet sich in einer topographisch anspruchsvollen Lage im Ortsteil Levern, nordöstlich des historischen Ortskerns inmitten bereits vorhandener Wohnbebauung entlang der Leverner Straße, Kalberkamp, Weidekamp und Obere Horst.
Nördlich angrenzend an das Gebiet ist ein Regenrückhaltebecken in Planung, welches im Zusammenhang mit einer neuen, östlich des Gebiets geplanten Bebauung mit Einzelhäusern realisiert wird. Südlich wird das Gebiet durch die Leverner Straße (L 766), westlich durch bestehende Wohnbebauung begrenzt.
Das künftige qualitativ hochwertige Wohnquartier soll verschiedene Wohnformen berücksichtigen, wie u.a. für Senior/innen, Alleinerziehende, Singles und junge Familien.
Auch weitere Themen wie Mehrgenerationenwohnen und neue Nachbarschaften sollen Beachtung finden. Neue, zukunftsweisende Lösungsansätze werden von der Ausloberin erwartet.

Um ein qualitativ hochwertiges Wohnquartier zu entwickeln, bedarf es neben einem entsprechenden Mix an Wohnformen auch eine angemessene Strukturierung aus Grün- und Erholungsflächen sowie einer „Quartiersmitte“. Sowohl ein dementsprechendes Maß an öffentlichem Grün wie auch eine konkrete Ausformulierung der Quartiersmitte wird von Seiten der Ausloberin gefordert.

Auch das Thema Nachhaltigkeit ist in der Entwicklung des neuen Wohnquartiers zu berücksichtigen, u.a. durch die Nutzung erneuerbarer Energien.

Die Ausloberin kann sich eine Geschossigkeit von zwei Vollgeschossen, wobei das zweite Vollgeschoss im Dachraum vorzusehen ist, vorstellen. Zur Leverner Straße (L 766) ist auch eine Geschossigkeit von drei Vollgeschossen mit dem obersten Geschoss im Dachraum liegend bzw. zwei Vollgeschosse mit zurückgesetztem Nicht-Vollgeschoss denkbar.
Bei der Ausgestaltung der Dachformen gibt es keine Vorgabe von Seiten der Ausloberin. Allerdings sollen sich diese anlehnend an den historischen Ortskern entwickeln.
Für den historischen Ortskern des Ortsteils Levern besteht eine Gestaltungssatzung.

Für das Gebiet gibt es einen gültigen Bebauungsplan Nr. 3.5 „Kalberkamp“, der in der jetzigen Form seit 1998 rechtskräftig ist.

Ziel des Wettbewerbs ist es, über alternative Lösungsmöglichkeiten ein stabiles städtebauliches Gerüst mit Perspektiven für hochbauliche Entwicklung und den Gewinn an Freiraumqualitäten zu erhalten.


Anforderungen an die Wettbewerbsteilnahme
Teilnahmeberechtigt sind Architekt/innen, Stadtplaner/innen sind in Arbeitsgemeinschaft mit Architekt/innen zugelassen.

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die am Tage der Auslobung:
• zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in / Stadtplaner/in berechtigt und Mitglied einer Architektenkammer in Deutschland sind;
• die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in / Stadtplaner/in nach § 2 BauKaG NRW (auswärtiger Architekt) und Geschäftssitz / Wohnsitz in dem vom EWR-Abkommen erfassten Gebiet haben;
• zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt/in / Stadtplaner/in nach dem Recht des jeweiligen Heimatstaates berechtigt und in einem der vorgenannten ausländischen Gebietsbereiche ansässig sind; ist die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, bestimmten sich die fachlichen
Anforderungen nach der einschlägigen EU-Richtlinie.

Teilnahmeberechtigt sind juristische Personen, die am Tage der Auslobung folgende Zulassungsvoraussetzungen erfüllen:
• der Geschäftssitz befindet sich im Zulassungsbereich,
• zum satzungsgemäßen Geschäftszweck gehören der Wettbewerbsaufgabe entsprechende Planungsleistungen,
• die in der Gesellschaft tätige/n Verfasser/innen erfüllen die fachlichen Anforderungen, die an natürliche Personen gestellt sind.

Wer am Tage der Auslobung bei einem/r Teilnehmer/in angestellt ist oder in anderer Form als Mitarbeiter/in an dessen Wettbewerbsarbeit teilnimmt, ist von der eigenen Teilnahme ausgeschlossen.
Bei Arbeitsgemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein; dies gilt auch bei Beteiligung von freien Mitarbeiter/innen.

Mitglieder von Arbeitsgemeinschaften sowie freie Mitarbeiter/innen, die an der Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur Folge.

Wettbewerbsverfahren / Auswahl der Teilnehmer/innen
Der Wettbewerb wird als nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt.
Der Wettbewerb wird in deutscher Sprache durchgeführt.
Von der Ausloberin wird eine Teilnehmer/innenzahl von 15 angestrebt, davon werden 6 Büros gesetzt, 9 Teilnehmer/innen werden durch ein anonymes Losverfahren ermittelt.

Die Bewerbung um Teilnahme ist vom 05.03. bis zum 19.03.2020
ausschließlich über die Homepage des Betreuungsbüros
Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB möglich:

siehe Button: “Bewerbung zur Teilnahme”

Zum Nachweis der Teilnahmeberechtigung sind zu nennen:
• Name des/der Bewerbers/in (bei Büropartner/innen reicht ein Name für die Bewerbung), bei Arbeitsgemeinschaften den Namen jedes Mitgliedes;
• Eintragung in die jeweilige Architektenliste mit Nummer und Datum der Eintragung (tt.mm.jjjj);
• Angaben der Büroadresse inkl. Telefon / E-Mail.

Mit der Bewerbung versichert der/die Bewerber/in, dass sich kein weiteres Mitglied der Bürogemeinschaft (Partner/in oder Angestellte/r) oder ein anderes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft bewirbt, und dass der/die Bewerber/in akzeptiert, dass Verstöße hiergegen zum nachträglichen Ausschluss des/der Bewerbers/in bzw. der Arbeitsgemeinschaft und ggf. seiner/ihrer Arbeit führen.

9 Teilnehmer/innen werden im anschließenden öffentlichen Losverfahren im Beisein eines/r Rechtsvertreters/in der Gemeinde Stemwede aus den Bewerbungen ausgelost und kurzfristig benachrichtigt, um die Teilnahme zu bestätigen. Die gelosten Teilnehmerbüros werden auf der Homepage des Wettbewerbsbetreuers (www.dhp-sennestadt.de) bekannt gegeben. Die übrigen Teilnehmer/innen erhalten eine Absage per E-Mail.

Zur Teilnahme an diesem Wettbewerb wurden von der Ausloberin folgende 6 Teilnehmer (in alphabetischer Reihenfolge) ausgewählt und eingeladen:

1. andreas schneider architekten GmbH & Co. KG, Bremen
2. bob-architektur, Köln
3. DBCO GmbH mit MS PLUS ARCHITEKTEN Bücker Holling Schwager PartmbB, Münster
4. h2 architekten + städtebauer HaverkampHolthaus, Emsdetten
5. neun grad architektur, Oldenburg
6. VERWOHLT | RAMSEL ARCHITEKTEN PARTG MBB, Emsdetten

Geloste Teilnehmer/innen der Losziehung am 25.03.2020 (alphabetisch nach Orten aufgelistet):

7. Loweg Architekten Part.GmbB, Aachen
8. tamandua c/o Spreefeld 14, Berlin
9. Wenk Architekten Berlin, Berlin
10. Lakritz Architekten, Freyung
11. studioH2K Architekten Hübener Kespohl Kleinke PartGmbB, Hamburg
12. Bachmann Badie Architekten, Köln
13. STEINWEG CLAUS ARCHITEKTEN PartGmbB, Münster
14. STUDIOTIMNOWAK, Neuss
15. Susan Eipper Architektur und Stadtplanung, Weimar

Termine:
05.03. – 19.03.2020 Bewerbungsfrist
25.03.2020 Losziehung
30.03.2020 Versand der Unterlagen
09.04.2020 Rückfragenfrist
23.04.2020 Kolloquium
17.06.2020 Abgabe Planunterlagen
24.06.2020 Abgabe Modell
11.08.2020 Preisgericht
14.08.2020 Ausstellungseröffnung

Preisgericht

Stimmberechtigtes Preisgericht
1. Michael Baude, Fraktionsvertreter CDU, Stemwede
2. Ilona Meier, Fraktionsvertreterin SPD, Stemwede
3. Cord Hegerfeld, Fachbereich Bau und Planung, Stemwede
4. Prof. Anne Beer, Architektin / Stadtplanerin, München
5. Christian Decker, Architekt, Lemgo
6. Prof. Andreas Uffelmann, Architekt / Stadtplaner, Hannover
7. Prof. Rolf-Egon Westerheide, Architekt / Stadtplaner, Aachen

Stellvertretendes Preisgericht
8. Frank Schröder, Fraktionsvertreter CDU, Stemwede
9. Kurt Gläscher, Fraktionsvertreter SPD, Stemwede
10. Friedhelm Rodeck, Fraktionsvertreter FDP, Stemwede
11. Hermann Gesenhues, Fraktionsvertreter Bündnis 90/Die Grünen, Stemwede
12. Waltraud Holtkamp, Fraktionsvertreterin Freie Wählergemeinschaft, Stemwede
13. Stefan Terbrack, Architekt, Bielefeld

Sachverständige Berater/innen ohne Stimmrecht
14. Beatrix Aden, Leiterin Bau- und Planungsamt Kreis Minden-Lübbecke
15. Karin Klanke, Ortsheimatpflegerin Levern
16. Michael Kutsche, Gewerbeverein Stemwede

Prämierung
Für Preise und Anerkennungen stellt die Ausloberin als Wettbewerbssumme einen Gesamtbetrag in Höhe von 35.000 € zur Verfügung.
Die Aufteilung ist wie folgt vorgesehen (jeweils inkl. Mehrwertsteuer):
1. Preis 11.800 €
2. Preis 9.200 €
3. Preis 6.900 €
4. Preis 4.600 €
Anerkennungen 2.500 € ( z.B. 2 x 1.250 €)

Dem Preisgericht bleibt bei einstimmigem Beschluss eine andere Verteilung der Wettbewerbssumme vorbehalten.

Weitere Bearbeitung der Aufgabe
Die Ausloberin erklärt, dass sie einem/r der Preisträger/innen die weitere Bearbeitung des städtebaulichen Entwurfs auf Grundlage des Merkblatts 51 „Städtebaulicher Entwurf als Besondere Leistung in der Flächenplanung (Anlage 9 HOAI 2013)“ (Stand 05/2014) für die Gesamtflächen übertragen wird, insbesondere
• soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll,
• soweit mindestens eine/r der teilnahmeberechtigten Wettbewerbsteilnehmer/innen, deren/dessen Wettbewerbsarbeit mit einem Preis ausgezeichnet wurde, eine einwandfreie Ausführung der zu übertragenden Leistung gewährleistet.

Die Ausloberin behält sich vor, die Aufstellung des Bebauungsplans nach § 19 HOAI als Auftragsversprechen zu geben.
Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des/der Preisträgers/in bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird.
Die Leistungsphase 1 gilt durch die Wettbewerbsauslobung als erbracht.

Es ist beabsichtigt, zunächst mit dem/der Gewinner/in Vertragsverhandlungen aufzunehmen. Falls diese nicht zu einem Ergebnis führen, werden die übrigen Preisträger/innen zu Verhandlungsgesprächen eingeladen.

Die Wettbewerbsaufgabe wird nach Merkblatt 51 (Stand 05/2004) in die Honorarzone III Bissatz eingestuft.

Datenschutzhinweis
Gemäß Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen mit, dass die von uns im Rahmen der Durchführung des Wettbewerbs erhobenen personenbezogenen Daten (Namen, Funktion, Ort) für folgende Zwecke verwendet werden:
• Weitergabe an den/die Auftraggeber/in (u.a. Veröffentlichung auf dessen Homepage)
• Weitergabe an die jeweilige Architektenkammer zur Registrierung des Verfahrens
• Veröffentlichungen (Wettbewerbsankündigungen und Ergebnisse) in Fachmedien
• Veröffentlichungen (Wettbewerbsankündigungen und Ergebnisse) auf der Homepage von Drees & Huesmann Stadtplaner PartGmbB

Weitere Daten werden ausschließlich zur internen Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen bzw. zur Kommunikation im Verfahren verwendet.