Archäologisches Fenster am Münster in Herford

Ausloberin:
Ausloberin ist die Hansestadt Herford.

Wettbewerbsbetreuung:
Drees & Huesmann PartGmbB

Auslobung nach den „Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2013“, von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen unter der Nr. 84/18 registriert.

Wettbewerbsaufgabe

Anlässlich des 1200-jährigen Bestehens der Stadt Herford im Jahr 1989 wurden im Bereich um das Rathaus, die Wolderuskapelle und die Münsterkirche umfangreiche Grabungen durchgeführt, die Aufschlüsse über die Geschichte des ehemaligen Frauenklosters, später Damenstiftes hervorbringen sollte. Die Ausgrabungen haben die Baugeschichte der Klausurgebäude seit karolingischer Zeit in vielen Bereichen klären können. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Freilegung und Erhaltung von umfangreichen Baustrukturen aus dem 10. Und aus dem 13. Jahrhundert. Das Damenstift Herford hatte eine herausgehobene Geschichte seit 823 als Reichsstift und konnte diese Stellung unter der Führung der Äbtissinnen durch das ganze Mittelalter bewahren. Die Äbtissin von Herford war die einzige Frau, die einen festen Sitz im Reichstag innehatte.
Vor diesem geschichtlichen Hintergrund sollen nun auf Basis einer bereits erstellten Machbarkeitsstudie (Pfeiffer.Ellermann.Preckel, Münster, 2016) die vorhandenen Zeugnisse in einem „Archäologischen Fenster am Münster“ sichtbar und erfahrbar gemacht werden.
Es ist geplant, den zentralen Ausgrabungsbereich (Reste des ehemaligen Ostflügels der Münsterkirche) zu überbauen. Das zweigeschossig angedachte Gebäude mit einer Grundfläche von ca. 150 m² soll im Erdgeschoss die Bodendenkmale präsentieren und im Obergeschoss als Ausstellungsfläche dienen. Weiterhin sind angrenzend und im Umfeld offene „Archäologische Fenster“ vorgesehen.

Termine

18.10.2018 EU-weite Bekanntmachung
20.11.2018 Ende Bewerbungsfrist
22.11.2018 Losziehung
13.12.2018 Versand der Unterlagen
10.01.2019 Kolloquium
07.03.2019 Abgabe Planunterlagen
01.04.2019 Preisgericht
11.04. – 26.04.2019 Ausstellung

Wettbewerbsteilnahme / Wettbewerbsverfahren

Realisierungswettbewerb als nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren; 5 gesetzte und 10 geloste Architekten/Landschaftsarchitekten.


Für Preise und Anerkennungen stellte die Ausloberin als Wettbewerbssumme einen Gesamtbetrag in Höhe von 30.000 € (inkl. MwSt.) zur Verfügung.