Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb "Neugestaltung Neumarkt / Johannisstraße", Osnabrück

Auslober:
Stadt Osnabrück

Wettbewerbsbetreuung:
Drees & Huesmann Planer
Vennhofallee 97, 33689 Bielefeld
Tel.: 05205-3230, Fax: 05205-22679
Email: info@dhp-sennestadt.de
Internet: www.dhp-sennestadt.de

Der Auslobung liegen die "Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2008" zugrunde. Sie sind Bestandteil der Auslobung. Die Auslobung hat der Architektenkammer Niedersachsen vorgelegen; diese hat die Übereinstimmung mit den Richtlinien bestätigt und den Wettbewerb unter der Reg.-Nr. 214-32-13/16 registriert.

Wettbewerbsaufgabe:
Als zentraler Platz der Innenstadt bildet der Neumarkt die Schnittstelle zwischen der Alt- und Neustadt in Osnabrück. Im Norden führt die Große Straße als Haupteinkaufsachse der Fußgängerzone auf den Neumarkt. Im weiteren Verlauf führt diese Achse über die Johannisstraße in die sog. Osnabrücker Neustadt.

Stadträumlich und architektonisch leiden weite Teilbereiche des Neumarktes an funktionalen und gestalterischen Schwächen; die Aufenthaltsqualitäten sind unbefriedigend.

Mit dem Masterplan Neumarkt aus dem Jahr 2006 wurde die planerische Grundlage einer städtebaulichen Neuordnung geschaffen. Der gesamte Bereich Neumarkt soll erheblich aufgewertet und in seiner städtebaulichen Bedeutung hervorgehoben werden.

Durch neu zu errichtende bauliche Platzkanten soll die Zäsur des Straßenraumes zurückgeführt und u. a. Alt- und Neustadt wieder enger aneinander gebunden werden. Auf der Basis eines Verkehrskonzeptes wird die Führung des Individualverkehrs neu konzipiert, ebenso der bestehende Busbahnhof, so dass neue Platz- und Stadträume entstehen.

Neben dem Verkehrskonzept von TSC, Essen (2012) wurden weitere Grundlagen erarbeitet:
Städtebauliche Vorgaben für den Neumarkt, die sich aus dem Masterplan Neumarkt von Gewers Kühn und Kühn (2006), ergeben;
Studie zur Stadtmorphologie von Prof. Ackers (2013);

Im Zuge des freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs sollen Konzepte für die qualitativ hochwertige Gestaltung der Platz- und Aufenthaltsräume am Neumarkt entwickelt werden. Die Umgestaltung der Bushaltestellen sowohl im Bereich des Busterminals als auch in der Johannisstraße sind Bestandteil der planerischen Konzeptionen.

Die Gesamtfläche des neu zu gestaltenden Bereichs beträgt ca. 2 ha und umfasst ein Kostenvolumen von ca. 6,0 Millionen Euro.

Wettbewerbsart:

Der Wettbewerb wird als begrenzter Realisierungswettbewerb mit 20 Teilnehmern und vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt.
Der Wettbewerb wird in deutscher Sprache durchgeführt.

Wettbewerbsteilnehmer/innen und Zulassungsvoraussetzungen

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die am Tage der Auslobung:
- zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt/in oder Stadtplaner/in berechtigt und Mitglied einer Architektenkammer in Deutschland sind;
- die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt/in oder Stadtplaner/in nach § 2 NArchtG (auswärtiger Architekt) und Geschäftssitz / Wohnsitz in dem vom EWR-Abkommen erfassten Gebiet oder in einem sonstigen Drittstaat, soferndieser ebenfalls Mitglied des WTO-Dienstleistungsabkommens ist, haben;
- zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt/in oder Stadtplaner/in nach dem Recht des jeweiligen Heimatstaates berechtigt und in einem der vorgenannten ausländischen Gebietsbereiche ansässig sind; ist die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, bestimmen sich die fachlichen Anforderungen nach der einschlägigen EG-Richtlinie.

Teilnahmeberechtigt sind juristische Personen, die am Tage der Auslobung folgende Zulassungsvoraussetzungen erfüllen:
- der Geschäftssitz befindet sich im Zulassungsbereich,
- zum satzungsgemäßen Geschäftszweck gehören der Wettbewerbsaufgabe entsprechende Planungsleistungen,
- der/die von der Gesellschaft zu benennende bevollmächtigte Vertreter/in und der darin tätige Verfasser erfüllen die fachlichen Anforderungen, die an natürliche Personen gestellt sind.

Wer am Tage der Auslobung bei einem Teilnehmer angestellt ist oder in anderer Form als Mitarbeiter an dessen Wettbewerbsarbeit teilnimmt, ist von der eigenen Teilnahme ausgeschlossen. Architekten sind in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten oder Stadtplanern zugelassen.

Bei Arbeitsgemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein; dies gilt auch bei Beteiligung von freien Mitarbeitern. 

Mitglieder von Arbeitsgemeinschaften sowie freie Mitarbeiter, die an der Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur Folge. 

Verfahren zur Auswahl der Teilnehmer

Von der Ausloberin wird eine Teilnehmerzahl von 20 angestrebt, davon werden 5 Büros gesetzt, 15 Teilnehmer werden durch ein anonymes Losverfahren ausgewählt. 

Die Bekanntmachung des Wettbewerbes wurde am 11.07.2013 auf elektronischem Wege an das Amt für öffentliche Bekanntmachung der EU versandt. Die Bewerbung um Teilnahme ist bis zum 13.08.2013 Uhr - ausschließlich über die Homepage des Betreuungsbüros Drees & Huesmann . Planer möglich

Zum Nachweis der Teilnahmeberechtigung sind zu nennen:
- Name des Bewerbers (bei Büropartnern reicht ein Name für die Bewerbung), bei Arbeitsgemeinschaften den Namen jedes Mitgliedes; die nachträgliche Bildung von Arbeitsgemeinschaften mit am Bewerbungsverfahren Beteiligten ist ausgeschlossen,
- Eintragung in die jeweilige Architektenliste mit Nummer und Datum der Eintragung
- Angaben der Büroadresse inkl. Telefon / Fax / E-Mail.

Mit der Bewerbung versichert der Bewerber, dass sich kein weiteres Mitglied der Bürogemeinschaft (Partner oder Angestellter) oder ein anderes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft bewirbt, und dass der Bewerber akzeptiert, dass Verstöße hiergegen zum nachträglichen Ausschluss des Bewerbers bzw. der Arbeitsgemeinschaft und ggf. seiner Arbeit führen.

15 Teilnehmer werden im anschließenden Losverfahren unter Aufsicht eines Rechtsvertreters der Stadt Osnabrück aus den Bewerbungen ausgelost und kurzfristig benachrichtigt, um die Teilnahme zu bestätigen. Die gelosten Teilnehmerbüros werden auf der Homepage des Wettbewerbsbetreuers (www.dhp-sennestadt.de) bekannt gegeben. Die übrigen Teilnehmer erhalten eine Absage per E-Mail. 

Zur Teilnahme an diesem Wettbewerb wurden von der Ausloberin folgende 5 Teilnehmer (in alphabetischer Reihenfolge) ausgewählt und eingeladen:
1. Gnüchtel Triebswetter, Landschaftsarchitekten GbR, Düsseldorf
2. Häfner / Jimenez, Büro für Landschaftsarchitektur, Berlin
3. Junker + Kollegen Landschaftsarchitektur BDLA, Georgsmarienhütte
4. lad+landschaftsarchitekten, Hannover
5. Lützow 7 C.Müller J.Wehberg Landschaftsarchitekten, Berlin

Geloste Teilnehmer, alphabetisch nach Orten sortiert
1. Mettler Landschaftsarchitektur, Rita Mettler, Berlin
2. sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, AW Faust, Berlin
3. el:ch landschaftsarchitekten, Elisabeth Lesche, Berlin
4. RMP stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Stephan Lenzen, Bonn
5. Büro Drecker, Peter Drecker, Bottrop
6. Wolters Partner, Friedrich Wolters, Coesfeld
7. r+b landschaft s architektur, Jens Rossa, Dresden
8. scape Landschaftsarchitekten, Matthias Funk, Düsseldorf
9. kessler.krämer Landschaftsarchitekten, Martin Keßler / Christine Krämer, Flensburg
10. AG Naumann Landschaft mit tun-architektur, Kolja Naumann / Thomas Müller, Hamburg
11. Planungsbüro LAUKHUF, Heide Laukhuf, Hannover
12. Bauer.Landschaftsarchitekten, Willi Hildebrandt, Karlsruhe
13. Büro für Stadt- und Landschaftsplanung, Bernd Schürmeyer / Helmut Böse-Vetter, Kassel
14. Merz & Lange Landschaftsarchitekten GbR, Silvia Lange, Kenzingen
15. WerkGemeinschaft Guttenberger Architekten Stadtplanung, Dieter Guttenberger, Stuttgart

Nachrücker in dieser Reihenfolge:
1.N. Architektur + Landschaftsarchitektur Michael Hüging, Michael Hüging, Münster
2.N. BLUMELANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Andreas Blume, Dresden
3.N. HKK Landschaftsarchitektur GmbH, Johannes Cox, Frankfurt
4.N. sLandArt Landschaftsarchitektur bdla, Stefan Leiste, Chemnitz

Termine

Bewerbungsfrist 11.07. -13.08.2013
Losziehung 15.08.2013
Versand der Unterlagen 22.08.2013
Frist für Rückfragen 03.09.2013
Kolloquium 05.09.2013
Abgabe Planunterlagen 05.11.2013
Preisgericht 02.12.2013
Ausstellungseröffnung 05.12.2013

Preisgericht

Das Preisgericht tagte am 02.12.2013. Ihm gehörten an: 

Stimmberechtigtes Preisgericht
1. Georg Gewers, Architekt, Berlin
2. Prof. Irene Lohaus, Landschaftsarchitektin, Stadtplanerin, Hannover
3. Frank Otte, Architekt, Stadtbaurat Stadt Osnabrück
4. Prof. Dr. Franz Pesch, Architekt, Stadtplaner, Herdecke
5. Katarina Pötter, CDU-Fraktion
6. Ulrich Hus, SPD-Fraktion
7. Jens Meier, Fraktion B 90 / Die Grünen

Stellvertretendes Preisgericht
1. Prof. Ulrike Beuter, Landschaftsarchitektin, Oberhausen
2. Holger Clodius, Stadtplaner, Stadt Osnabrück

Sachverständige Berater
1. Christoph Doll, TSC, Essen
2. Jürgen Schmidt, Fachdienst Straßenbau, Stadt Osnabrück

Vorprüfung:
1. Helena Ammerich, Fachdienst Denkmalpflege, Stadt Osnabrück
2. Helma Pötter, Stadtplanerin, Stadt Osnabrück
3. Heike Stumberg, Fachdienst Verkehrsplanung, Stadt Osnabrück
4. Lutz Vorreyer, Fachdienst Straßenbau, Stadt Osnabrück
5. Hartmut Damerow, Osnabrücker Servicebetrieb
6. Burghard Gutowski, Stadtwerke Osnabrück
7. Reinhard Drees, Architekt, Stadtplaner, DHP, Bielefeld
8. Gudrun Walter, Architektin, Stadtplanerin, DHP, Bielefeld

Preise und Anerkennungen:

Für Preise und Anerkennungen stellt die Ausloberin als Wettbewerbssumme einen Gesamtbetrag in Höhe von 60.000 € zur Verfügung.
Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist in den genannten Beträgen enthalten. Es wurden nur Preise vergeben:

1. Preis17.000 €
Lützow 7 C. Müller J. Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin
Cornelia Müller, Prof. Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektin / Jan Wehberg, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt

mit

Lorenzen Architekten GmbH (Architektur, Dach Busbahnhof / Haltestellen), Berlin
Dipl.-Ing. Reinhard Meyer, Architekt

Mitarbeiter/in: Holger Schwarz (Lützow 7) / Simona Mihaylova (Lorenzen Architekten)
Freie Mitarbeiterin: Maria Pegelow, Landschaftsarchitektin, Berlin
Fachplaner: Verkehrsanlage - Tiefbau: Ingenieurbüro Uwe Abraham, Berlin

2. Preis13.000 €
sinai. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin
AW Faust, Freier Landschaftsarchitekt

mit

Mola Winkelmüller, Berlin
Henner Winkelmüller, Freier Architekt

Mitarbeiter/innen: Pia Custodis, Lisa Hankow, Maja van der Laan, Denny Mlotzek, Martin Tietz, Lene Zingenberg

3. Preis10.000 €
Häfner/Jiménez, Büro für Landschaftsarchitektur, Berlin
Thomas Jarosch, Landschaftsarchitekt

Mitarbeiter/in: Jens Betcke, Daniel Stimberg, Laura Pulido

4. Preis8.000 €
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn
Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekt

Freie Mitarbeiter:
KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung,
René Rheims, Landschaftsarchitekt, Krefeld

5. Preis7.000 €
r+b landschaft s architektur, Dresden
Jens Rossa, Sonja Rossa-Banthien, Freie Garten- und Landschaftsarchitekten, 

Mitarbeiter: Sebastian Weingart

6. Preis5.000 €
GTL Landschaftsarchitekten
Michael Triebswetter, Markus Gnüchtel, Kassel

Mitarbeiter/innen: Dipl.-Ing. Melanie Lips, Dipl.-Ing. Mingge Yu, Christian Thees,
Freier Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Harald Noll, Landschaftsarchitekt