Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb "Platz und Umfeld des Gerbereimuseums", Enger

Auslober:
Stadt Enger

Wettbewerbsbetreuung:
Drees & Huesmann Planer
Vennhofallee 97, 33689 Bielefeld
Tel.: 05205-3230, Fax: 05205-22679
Email: info@dhp-sennestadt.de
Internet: www.dhp-sennestadt.de

Der Auslobung liegen die "Regeln für die Auslobung von Wettbewerben RAW 2004" zugrunde. Sie sind Bestandteil der Auslobung. Die Auslobung hat der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen vorgelegen, diese hat die Übereinstimmung mit den Regeln bestätigt und den Wettbewerb unter der Nummer W 5 / 13 registriert.

Wettbewerbsaufgabe:
Die Widukindstadt Enger ist eine kreisangehörige Stadt in Nordrhein-Westfalen im Kreis Herford. Mit knapp über 20.000 Einwohnern ist Enger nach Definition eine Mittelstadt.
In Enger soll das Gerbereimuseum durch Aufwertung und Gestaltung des Umfeldes von der Bielefelder Straße aus sichtbar gemacht und stärker in das Stadtgefüge eingebunden werden.
Heute befindet sich das Museum zurückgesetzt an einer kleinen Straße (Hasenpatt). Es wird zum Teil verdeckt durch das "Gerberhaus Sasse" (ehemaliges Wohnhaus des Gerbers), das im Frühjahr 2013 abgerissen werden soll. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, das Museum von der Bielefelder Straße aus besser sichtbar zu machen und durch Aufheben des Straßencharakters des "Hasenpatt" und der Bielefelder Straße einen Platz mit hoher Aufenthalts- und Verweilqualität zu schaffen.

Ein überzeugendes Gesamtkonzept für diesen Bereich in Enger sowie eine/n Planer/in für die weiteren Planungsleistungen zu finden, ist Aufgabe und Ziel dieses Wettbewerbsverfahrens.

Die Neuordnung mit Umfeld des Platzes vor dem Gerbereimuseum ist eine Maßnahme aus dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept - ISEK - für den Ortskern Enger aus dem Jahre 2011 und dort als Maßnahme Nr. 6 beschrieben.

Wettbewerbsart:

Der Wettbewerb wird als begrenzter Realisierungswettbewerb mit 10 Teilnehmern und vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt.
Der Wettbewerb wird in deutscher Sprache durchgeführt.

Wettbewerbsteilnehmer/innen und Zulassungsvoraussetzungen

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die am Tage der Auslobung: 
- zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt berechtigt und Mitglied einer Architektenkammer in Deutschland sind;
- die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt nach § 2 BauKaG NW (auswärtiger Architekt) und Geschäftssitz / Wohnsitz in dem vom EWR-Abkommen erfassten Gebiet haben;zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt nach dem Recht des jeweiligen Heimatstaates berechtigt und in einem der vorgenannten ausländischen Gebietsbereiche ansässig sind;
- ist die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, bestimmen sich die fachlichen Anforderungen nach der einschlägigen EG-Richtlinie.

Teilnahmeberechtigt sind juristische Personen, die am Tage der Auslobung folgende Zulassungsvoraussetzungen erfüllen:
- der Geschäftssitz befindet sich im Zulassungsbereich,
- zum satzungsgemäßen Geschäftszweck gehören der Wettbewerbsaufgabe entsprechende Planungsleistungen,
- der / die in der Gesellschaft tätigen Verfasser erfüllen die fachlichen Anforderungen, die an natürliche Personen gestellt sind.

Wer am Tage der Auslobung bei einem Teilnehmer angestellt ist oder in anderer Form als Mitarbeiter an dessen Wettbewerbsarbeit teilnimmt, ist von der eigenen Teilnahme ausgeschlossen. Bei Arbeitsgemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein; dies gilt auch bei Beteiligung von freien Mitarbeitern. Mitglieder von Arbeitsgemeinschaften sowie freie Mitarbeiter, die an der Ausarbeitung einer Wettbewerbsarbeit beteiligt waren, dürfen nicht zusätzlich am Wettbewerb teilnehmen. Verstöße hiergegen haben den Ausschluss sämtlicher Arbeiten der Beteiligten zur Folge. 
Architekten und Stadtplaner sowie Beratende Ingenieure, die im Bereich Verkehrsplanung tätig sind, sind in Arbeitsgemeinschaft mit einem der Vorgenannten (d.h. mit einem Landschaftsarchitekten) teilnahmeberechtigt.

Verfahren zur Auswahl der Teilnehmer

Von der Ausloberin wurde eine Teilnehmerzahl von 10 angestrebt, davon wurden 3 Büros gesetzt und 7 Teilnehmer durch ein anonymes Losverfahren ausgewählt. 
Die Bewerbung um Teilnahme war vom 06.02. bis zum 13.02.2013 (12.00 Uhr) ausschließlich über diese Homepage des Betreuungsbüros Drees & Huesmann . Planer möglich

7 Teilnehmer wurden im anschließenden Losverfahren unter Aufsicht eines Rechtsvertreters der Stadt Enger aus den Bewerbungen ausgelost und kurzfristig benachrichtigt, um die Teilnahme zu bestätigen.

Zur Teilnahme an diesem Wettbewerb wurden von der Ausloberin folgende 3 Teilnehmer/innen (in alphabetischer Reihenfolge) ausgewählt und eingeladen:
1. AG Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH, Enger mit Kortemeier Brokmann Landschaftsarchitekten GmbH, Herford
2. Architekten BDB Pappert + Weichynik GmbH & Co.KG, Bielefeld mit Peters + Winter Landschaftsarchitekten BDLA, Bielefeld
3. plant Landschaftsarchitektur Melanie Pottebaum, Bünde

Geloste Teilnehmer, alphabetisch nach Orten sortiert:
1. Berlin, FUGMANN JANOTTA
2. Berlin, Henningsen Landschaftsarchitekten BDLA
3. Blomberg, Kassel, AG Büro für Orts- und Landespflege, Halke Lorenzen mit Städtebauarchitekt Hans Helmut Nolte
4. Düsseldorf, scape Landschaftsarchitekten GmbH, Rainer Sachse
5. Jena / Bad Berka, AG Landschaftsarchitekt Ilrich Boock mit Architekturbüro Herbert Oeser
6. Sassenberg, Brinkmann + Deppen
7. Stadtilm, Atelier Sonnenseite, Bettina Franke

Nachrücker:
1.N. Potsdam, WALA Walter Landschaftsarchitekten, Elena Walter
2.N. Lübeck, AG Trüper Gondesen Partner Landschaftsarchitekten bdla mit TMH Architekten, Lothar Többen

Termine

Bewerbungsfrist 06.06. - 13.02.2013
Losziehung 15.02.2013
Versand der Unterlagen 25.02.2013
Kolloquium 19.03.2013
Einlieferung Planunterlagen 08.05.2013
Preisgericht 06.06.2013
Ausstellungseröffnung 11.06.2013 um 15.30 im Rathaus
Dauer der Ausstellung bis 26.06.2013

Preisgericht

Das Preisgericht tagte am 06.06.2013. Ihm gehörten an: 

Stimmberechtigtes Preisgericht
1. Peter Drecker, Landschaftsarchitekt, Bottrop
2. Wilhelm Freese, Stadt Enger, Leiter des Fachbereichs für Städtebau, Stadtentwicklung, Stadtmarketing, Gebäudemanagement und Wirtschaftsförderung
3. Norbert Kloeters, Landschaftsarchitekt, Aachen
4. Detlev Göhner, Stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung und Entwicklung 

Stellvertretendes Preisgericht
5. Ronald Aßbrock, CDU
6. Maik Babenhauserheide, B 90 / Die Grünen
7. Norbert Busch, FDP
8. Angela Franke, FDP
9. Joachim Heisig, SPD
10. Thomas Meyer, SPD
11. Klaus Rieke, Bürgermeister, Stadt Enger
12. Regina Schlüter- Ruff, B 90 / Die Grünen
13. Gisela Weber, Stadt Enger, Fachbereich Städtebau, Stadtentwicklung, Stadtmarketing
14. Christine Wolf, Landschaftsarchitektin, Bochum

Sachverständige Berater
15. Winfried Flakowski, Verein Gerbereimuseum
16. Karsten Glied, Verein Gerbereimuseum
17. Dieter Günter-Willmann, Dipl.-Ing. (Architektur), Stadt Enger

Preise und Anerkennungen:

Für Preise stellte die Ausloberin als Wettbewerbssumme einen Gesamtbetrag in Höhe von 12.000 € zur Verfügung.
Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist in den genannten Beträgen enthalten.

1. Preis6.000 €
Kortemeier Brokmann Landschaftsarchitekten GmbH
Nils Kortemeier, Landschaftsarchitekt
Herford

mit

Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH
Dr. Klaus Bockermann, Bauingenieur
Enger

Mitarbeiter/in: Gordon Klammer, Henrik Heitbrink, Sarah Inthoff, Andrej Klause

3. Preis3.000 €
Henningsen Landschaftsarchiteken BDLA
Jens Henningsen, Landschaftsarchitekt
Berlin

Mitarbeiterinnen: Ann-Kathrin Höing, Eva Zerjatke

3. Preis3.000 €
Atelier Sonnenseite
Bettina Franke, Landschaftsarchitektin
Stadtilm

Mitarbeiter: Simon Micha Karsunke, Dipl. Ing. La. (FH)